Die Arbeit ist beendet, doch auf dem Tisch liegen noch Unterlagen und im Kopf die nächsten Aufgaben. Eine Abendroutine für zu Hause kann diesen Übergang greifbar machen: Du räumst einen Platz frei, veränderst das Licht und entscheidest, womit du die nächste halbe Stunde verbringen möchtest. Dafür brauchst du weder eine perfekt eingerichtete Wohnung noch einen strengen Zeitplan.
Hier findest du fünf einfache Schritte für einen Feierabend, der sich nach dir anfühlt. Wähle zunächst nur einen oder zwei davon. Ein Ritual darf klein genug sein, dass es auch an einem vollen Tag Platz findet.
1. Gib dem Arbeitstag einen Abschluss
Schließe den Laptop und notiere, was bis morgen warten kann. Eine kurze Notiz mit dem nächsten Schritt reicht. Wenn du im Wohnzimmer arbeitest, verschwinden Unterlagen und Ladekabel anschließend in einer Schublade oder einem Korb. So bekommt derselbe Raum am Abend eine andere Aufgabe.
Setze dir dafür eine überschaubare Grenze: Du musst nicht die gesamte Wohnung aufräumen. Eine freie Sitzfläche und ein kleiner Bereich auf dem Tisch sind ein guter Anfang.
2. Gestalte deinen Lieblingsplatz
Lege ein Buch bereit, richte ein Kissen oder hole die Decke, die du besonders gerne benutzt. Stelle eine Tischleuchte so auf, dass sie deinen Sitzplatz angenehm beleuchtet. Zum Lesen brauchst du ausreichend Licht; für ein Gespräch darf die Beleuchtung zurückhaltender ausfallen.
Mehr Ideen für Licht und Materialien findest du in unserem Artikel Wohnzimmer gemütlich gestalten.
3. Wähle einen Duftmoment – wenn du ihn magst
Für manche gehört eine Duftkerze zum Abend. Andere mögen ein duftfreies Zuhause. Beides passt zu einer persönlichen Routine. Wenn du Raumduft verwendest, beginne dezent und wähle eine Duftfamilie, die du selbst angenehm findest. Holzige, würzige oder weiche Duftnoten sind mögliche Begleiter für deinen Lieblingsplatz, keine Vorgabe für einen gelungenen Feierabend.
Verwende lieber nur einen Duft auf einmal, statt Kerze, Spray und Diffuser gleichzeitig einzusetzen. In unserem Raumduft-Ratgeber erfährst du, wie du Duftbeschreibungen einordnest. Eine Auswahl findest du bei unseren Duftkerzen.
4. Plane etwas, das du tatsächlich gerne tust
Eine Abendroutine muss kein weiteres Selbstoptimierungsprojekt werden. Vielleicht liest du zehn Seiten, hörst ein Album oder telefonierst mit einem Menschen, für den tagsüber wenig Zeit war. Entscheide dich bewusst für eine Sache. Das Telefon darf dabei außer Reichweite liegen, wenn du nicht ständig nachsehen möchtest.
Du kannst auch ganz ohne Programm beginnen: ein Getränk, ein bequemer Sitzplatz und ein paar Minuten, in denen nichts vorbereitet werden muss.
5. Beende den Abend mit einem kleinen Handgriff
Lege das Buch zurück, stelle die Tasse in die Küche und lösche brennende Kerzen, bevor du den Raum verlässt oder schlafen gehst. So endet die Routine ebenso bewusst, wie sie begonnen hat.
Ein Beispiel für eine kurze Abendroutine
- Fünf Minuten: Arbeitsutensilien wegräumen und eine Aufgabe für morgen notieren.
- Fünf Minuten: Lieblingsplatz herrichten, Licht einstellen und ein Getränk holen.
- Zwanzig Minuten: lesen, Musik hören oder ein Gespräch führen.
- Zum Abschluss: Kerzen löschen und benutzte Dinge zurückstellen.
Die Minutenangaben sind eine Anregung. Passe die Reihenfolge deinem Alltag an, statt deinen Alltag an einen neuen Plan anzupassen.
Kerzen bewusst verwenden
Stelle Kerzen standsicher auf eine hitzebeständige, nicht brennbare Unterlage und halte Abstand zu Vorhängen, Decken und anderen brennbaren Gegenständen. Lass sie nie unbeaufsichtigt brennen und beachte die Hinweise auf dem jeweiligen Produkt. Weitere Hinweise bietet die Kerzeninnung zur Kerzenpflege und Sicherheit.
Häufige Fragen zur Abendroutine
Wie lange sollte eine Abendroutine dauern?
So lange, wie sie zuverlässig in deinen Abend passt. Auch ein einzelner Handgriff kann ein Anfang sein. Eine allgemeingültige Mindestdauer gibt es für diese persönliche Wohnroutine nicht.
Brauche ich dafür Duftkerzen?
Nein. Licht, ein freier Platz und eine Tätigkeit, die du magst, reichen aus. Raumduft ist eine freiwillige Ergänzung.
